Partnersuche in Zeiten des www.

office-620817_640 - 24.12.20 Bild von Firmbee auf Pixabay

Gastartikel von Marlene Kruppa

Wie ging das nur früher? Wie hat man denn da ohne Internet einen Partner, eine Partnerin gefunden? Eines ist sicher, es hat funktioniert. Und war obendrein auch öfters richtig lustig. Na ja, das war vor 50 bis 55 Jahren und ich entsprechend jung und ich denke recht gern daran. Ich hoffe, es ist für junge Leute noch etwas ähnlich und nicht nur Tinder hat das Sagen.

Aber wie war es damals für die sehr reife Jugend? Gefunden hat man sich auf jeden Fall auch. Es gab ja reichlich Feste, Vereine, die Kirchen und nicht zuletzt auch Partnervermittlungen und Kontaktanzeigen. Nur so schnell wie heut ging es nicht. Was vermutlich gar nicht so schlecht war im Gegensatz zu den heutigen Suchvarianten.

Zu einem Teil dieser Varianten sage ich nur die “Wisch-und-Weg-Suche”. Einige Portale verführen geradezu beide Seiten, also Frauen und Männer, zu solch einer flüchtigen Kontaktanbahnung, die wohl mehr eine Form der Freizeitbeschäftigung geworden ist. Auf jeden Fall kann Mann/Frau damit sehr locker die Zeit totschlagen. Doch will man wirklich so mit seiner Lebenszeit umgehen? Abgesehen davon, dass es mindestens auf einer Seite eine Enttäuschung gibt. Oft sogar bei beiden.

Und wenn das häufiger vorkommt, dann tut dies niemandem gut. Das Selbstbewusstsein, der Selbstwert gehen in den Keller, depressive Stimmungen kündigen sich an. Das sind eindeutig negative Auswirkungen der so einfachen und schnellen Kontaktanbahnungen über das Internet.

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