Kontakte, Kontakte, Kontakte

Jahresrückblicke lassen sich Ende Dezenber doch einfach nicht vermeiden. Besonders dann nicht, wenn die letzten Dezembertage ohne großen Aufgaben und so richtig erholsam sind. Das sind sie für mich diesmal wirklich. Und ich genieße es richtig. Dann denke ich an die Menschen, denen es alles andere als gut geht und ich wünschte, ich könnte einigen von ihnen helfen. Denn manchmal ist es überhaupt kein großer Akt, um eine Situation für einen anderen Menschen spürbar zu verbessern. Besonders jetzt mit den vielfältigen Kommunikationsmitteln. Nur daran denken müssen wir. Nämlich anzurufen, wenn wir nach einer längeren Autofahrt irgendwo gut angekommen sind. Ich denke, dass möchte man nicht nur als Eltern oder Großeltern wissen. Das möchte man immer wissen, wenn man an einem Menschen interessiert ist. Besonders allein lebende Menschen haben mehr Zeit zum Grübeln und erleben Funkstille bedrückender als viel beschäftigte Leute. Das vergessen wir leicht. Vielleicht kann ich Sie ja zu einem längst fälligen Anruf, wo auch immer, annimieren, weil es ja auch Spaß macht, anderen eine Freude zu bereiten. Oder richtiger, es ist ja erwiesenermaßen für mich selbst gesund, wenn ich anderen Freude bereite.

Alles hat zwei Seiten

Dabei denke ich gleichzeitig daran, dass ich es während meiner Lehrzeit ohne Telefon auch recht gut hatte. Schnell ein Kartengruß nach Hause geschrieben und ansonsten 14 Tage ohne elterliche Ermahnungen in der Großstadt gelebt und ohne einem schlechten Gewissen, weil ich nicht angerufen habe. Ja, es hat einfach alles zwei Seiten im Leben. Denn andererseits war es natürlich oft äußerst unbequem, nicht überall ein Telefon zur Verfügung zu haben. Demgegenüber ist die heutige ständige Erreichbarkeit auch nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, finde ich. Gerade bei neuen Kontakten ist es oft eine Gradwanderung zwischen zuviel und zuwenig. Dabei hilft dann nur eine klare Kommunikation, das mag ich und das mag ich nicht. So, wie klare Ansagen uns das Miteinander überhaupt viel einfacher machen.

Aber wie war nun 2013

Für mich auf jeden Fall sehr, sehr anstrengend und Kräfte zehrend. Da war es gut, dass ich so einige Techniken gelernt hatte, um mich wieder aufzubauen, bzw. ich weiß wohin ich mich wenden kann, um Unterstützung zu bekommen. Wobei wir wieder bei den richtigen Kontakten sind. Als Einsiedler oder Einsiedlerin lebt es sich in der heutigen Zeit wirklich nicht gut. Denn selbst für den ganz normalen Alltag (gibt es den?) braucht man ständig neue Informationen. Ich z.B. finde aktuell die Überweisungen mit IBAN und BIC unbequem aber ich weiß, man gewöhnt sich an fast alles. Also gar keinen inneren Widerstand aufbauen, es lohnt nicht. Das haben ja auch schon früher die HUNAs auf Hawaii gesagt.

Das Jahr 2013 ist offensichtlich für uns alle ganz rasant vergangen ist und das Bewusstsein der Menschen hat sich weltweit enorm erhöht. Wenn ich mir allerdings die vielen Kriegs- und Krisengebiete der Welt anschaue, möchte ich das schon wieder sehr in Frage stellen. Doch andererseits kommt jetzt so vieles ans Licht, das vorher unbemerkt wirksam war. Bekanntlich kann man eine Gefahr erst bannen, wenn man sie erkannt hat. Dass das Bedürfnis nach echten Gesprächen und einem empathischeren Umgang miteinander weltweit zunimmt, ist wunderbar. Vor allem durch die globale Vernetzung via Internet. Klar, dass dieses auch Schaden anrichtet. Im Leben hat einfach alles zwei Seiten. (Mindestens.) Was mich sehr freut ist, dass ich jetzt auch auf immer mehr Herren treffe, mit denen man sich tatsächlich über Gott und die Welt unterhalten kann. Früher drehten sich die Gespräche nach meinem Empfinden überwiegend um die jeweiligen speziellen Wissensgebiete der Herren, um Autos und um Sport. Selbstverständlich, ein Thema war und ist  immer und in jedem Alter aktuell. Na, welches wohl? Nein, ich meine nicht das Wetter. Das ist ja für Frauen und Männer gleichermaßen präsent.

Kraft aus positiven Erinnerungen

Schöpfen Sie übrigens auch Kraft aus positiven Erinnerungen? Und nehmen Sie sich öfters die Zeit dazu? Es ist doch schön wenn man rückblickend sieht, was man schon alles im Leben geschafft hat. Wieviel schwierige Situationen man gemeistert hat. Das gibt mir nach wie vor Energie, wenn es gerade mal wieder an den verschiedensten Ecken hakt und das Leben nicht rund läuft. Für mich sind die Rückschau und das daraus Lernen sehr wichtig. Trotz aller aktuellen Baustellen, der diesjährige Rückblick ist für mich sehr positiv. Dazu beigetragen haben viele Kontakte, die ich durch das Internet knüpfen konnte. Vor allem durch junge, begeisterte und begeisternde Menschen. Das alles hat zwar sehr, sehr viel Zeit und auch allerhand Geld gekostet, doch es hat sich gelohnt, wie ich fühle. Wenn Sie Informationen möchten, rufen Sie mich gerne an.

Resümee

Es tut sich eine ganze Menge in und auf der Welt und wir sind mittendrin. Auch als ihre älteren Bewohner können wir noch viel für ein besseres Miteinander beitragen. Und indem wir uns online und offline vernetzen, unsere Erfahrungen weitergeben und von den jüngeren Lernen, tun wir das. Das Gute bei allem ist, dass unser Gehirn theoretisch bis zum Lebensende lernfähig ist. Neue Kontakte sind auch immer eine Lernerfahrung.

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